Ligue 1
Willkommen in Frankreich! Auf knapp 674.843 km² tummeln sich knapp 2,2 Mio.
aktive Fußballer - damit zählt Frankreich zu den vier großen Fußballnationen in Europa aber das nicht nur wegen ihrer Mitgliederzahl!
Also auf in die
Anmeldung und schauen, ob in
Frankreich noch ein Verein auf seinen Trainer wartet!
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weitere 22 Ligen und einige weitere Veranstaltungen:
Die Prüfung, der Praktikant und der falsche Bus
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SamiNo für Frankreich am 26.07.2026, 20:38 |
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In Frankreich wurde an diesem ZAT weniger Fußball gespielt als vielmehr die Frage geklärt, ob Trainer eigentlich Zeitung lesen. Anlass war RC Strasbourg und sein entraineur pesche. Die Ligaleitung hatte ihn zuletzt als entlassungsgefährdet bezeichnet. Ein technischer Fehler, gewiss. Doch weshalb sollte man einen Fehler zugeben, wenn daraus ein pädagogisch wertvoller Test entstehen kann?
Die Meldung war selbstverständlich eine geheime Prüfung der Aufmerksamkeit. Pesche fiel durch. Nicht weil er widersprach, sondern weil ihn erst sein Pressesprecher auf den Artikel hinweisen musste. Normalerweise lese er keine gedruckten Worte, erklärte der sympathische Schweizer. Damit bestätigte er unfreiwillig, dass die Ligaleitung jeden Unsinn veröffentlichen könnte, solange niemand im Elsass ihn vorliest.
Dennoch wird inzwischen in ganz Frankreich gemunkelt. Strasbourg hängt auf Rang neun fest, verlor zuletzt gegen Lille und Lens und gewann danach gegen Lyon sowie Rennes. Krise oder Aufschwung? In Strasbourg ist beides offenbar gleichzeitig möglich. Pesche genieße das volle Vertrauen des Vereins und könne niemals entlassen werden, verkündete er. Solche Sätze beruhigen gewöhnlich besonders jene Menschen, die zuvor überhaupt nicht nervös waren. Nach dem bedeutungslosen Auftritt in der Coupe de France bleibt nun immerhin die Coupe de la Ligue. Vielleicht liest pesche diesmal sogar den Spielplan. Freiwillig oder durch seinen Pressesprecher.
Währenddessen hat EA Guingamp bewiesen, dass übermäßiges Lob für Praktikanten gefährlicher sein kann als jedes erschöpfte Torkontingent. Alec Guiness hatte noch stolz erklärt, entweder gebe er hervorragende Anweisungen oder der Trainernachwuchs sei bestens ausgebildet. Guingamp war souverän ins Halbfinale eingezogen und träumte bereits vom bretonischen Finale gegen Rennes.
Dann kam der Spieltag. RC Lens erschien. Die Schiedsrichter erschienen. Das Stadion erschien. Guingamp nicht.
Der hochgelobte Praktikant hatte sich bei Ort und Anlass vertan und die Mannschaft zu einer bretonischen Brieftaubenmesse in Châteauroux gebracht. Dort warteten weder Lens noch Tore, dafür aber 214 Tauben, drei Körbe mit Buchweizenpfannkuchen und ein älterer Herr namens Marcel, der sich sofort als neuer Co Trainer anbot. Erst als der Mannschaftsbus vor der Halle festlich mit Federn geschmückt wurde, bemerkte jemand, dass ein Pokalhalbfinale ungewöhnlich wenig Geflügel enthalten sollte.
Das Hinspiel endete ohne Guingamp null zu null. Im Rückspiel war die Mannschaft zwar wieder auffindbar, verlor aber vier zu null. Der Praktikant hatte seine Ausbildung also tatsächlich abgeschlossen. Nur offenbar im Bereich Veranstaltungsmanagement.
Im anderen Halbfinale erledigte Stade Rennais seine Aufgabe deutlich seriöser. Dafür trat Valenciennes ebenfalls nicht an und sowohl wurde FCV mit eins zu null und drei zu null bezwungen. Damit trifft Rennes im Finale auf RC Lens. Beide Vereine verfügen zusammen noch über exakt ein halbes Torkontingent. Das Finale verspricht daher große Dramatik, sofern überhaupt jemand ein Tor bezahlen kann.
In der Ligue 1 hat unterdessen Bastia die Tabellenführung übernommen. Lille folgt, Rennes und Lens lauern dahinter. Das alles ist jedoch nur Nebensache. Schließlich startet nächste Woche zusätzlich die Coupe de la Ligue. Noch ein Wettbewerb, noch mehr Spielpläne und noch mehr Chancen, am richtigen Tag am falschen Ort zu erscheinen.
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Die entscheidenden Wochen starten
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SamiNo für Frankreich am 12.07.2026, 22:24 |
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Die Hinrunde der Ligue 1 ist beendet und Frankreich hat zum Abschluss noch einmal sämtliche Möbel verrückt. RC Lens springt von Rang sechs auf Platz eins. Zwei Siege gegen Montpellier und Strasbourg reichen, um punktgleich mit Lille die Tabellenführung zu übernehmen. Während Lens acht Tore erzielt, erlebt Lille einen ZAT zum Vergessen. Erst setzt es ein null zu drei in Lyon, dann ein null zu fünf in Valenciennes. Aus dem Spitzenreiter wurde innerhalb eines Abends ein Verein, der vermutlich noch immer nach seiner Defensive sucht.
Valenciennes liegt nach dem deutlichen Sieg gegen Lille auf Rang drei. Zuvor hatte es allerdings selbst mit null zu vier bei Paris Saint Germain verloren. In Frankreich nennt man das offenbar Ausgeglichenheit. Erst wird man zerlegt, dann zerlegt man den Tabellenführer.
AS Saint Etienne beendet die Hinrunde auf Rang vier. Nach einem drei zu null gegen Bastia folgte ein null zu vier in Guingamp. Alec Guiness hatte zuvor beschrieben, dass in der Bretagne niemand genau weiß, was eigentlich passiert. Der Trainer schaut sporadisch vorbei, Praktikanten regieren die Geschäftsstelle und das Publikum feiert hauptsächlich sich selbst. Gegen Rennes verlor Guingamp entsprechend vier zu null. Danach schlug derselbe Saustall Saint Etienne mit vier zu null. Vielleicht ist Chaos doch eine Taktik.
Stade Rennais gewann das bretonische Duell souverän, verlor anschließend aber drei zu null bei Paris Saint Germain. Stefan Raab hatte Jupiter um Unterstützung gebeten. Jupiter half im ersten Spiel, war im zweiten aber offenbar kurz nicht erreichbar. Rennes beendet die Hinrunde trotzdem ordentlich auf Rang fünf.
Paris Saint Germain gehört zu den Gewinnern des ZAT. Zwei Siege ohne Gegentor bringen den Hauptstadtklub auf 25 Punkte. Der Rückstand bleibt groß, doch immerhin erinnert sich Paris wieder daran, dass Tore auch auf dem Platz erzielt werden können.
Strasbourg erfüllte zunächst die Forderung von Trainer pesche und schlug Marseille vier zu eins. Danach folgte ein null zu vier bei Lens. Strasbourg bleibt Achter und pesche weiterhin entlassungsgefährdet. Vier Siege aus den letzten sechs Spielen reichen offenbar nicht, wenn der Stuhl im Elsass bereits vorsorglich angesägt wurde.
Ganz unten bleiben Montpellier und Marseille. Beide Vereine sind trainerlos, beide stehen auf den Abstiegsplätzen. Marseille gelang immerhin ein eins zu null gegen Lyon. Der vierte Saisonsieg dürfte dort inzwischen wie ein Pokalgewinn behandelt werden.
Bevor am 26. Juli die Rückrunde beginnt, wartet am 19. Juli die Entscheidung in der Coupe de France. In Gruppe eins führen Lyon, Rennes und Lens ein enges Rennen. Lille liegt zurück, besitzt aber noch das größte Torkontingent. In Gruppe zwei kann ebenfalls noch jede Mannschaft weiterkommen oder ausscheiden. Paris führt, Guingamp folgt knapp dahinter.
Frankreich geht damit ohne klare Ordnung in die entscheidenden Wochen. Lens trägt plötzlich die Krone, Lille sucht seine Abwehr, Guingamp wird von Praktikanten verwaltet und Rennes telefoniert weiter mit Jupiter. Genau so muss eine ruhige Saisonhälfte aussehen.
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