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Startseitentexte (2025-3)
Hier finden sich alle in der Saison vom Ligaleiter fabrizierten Startseitentexte zum Kuscheln und Liebhaben.
Lille krönt sich, Bastia stiehlt die Pointe und Kaysersberg schreibt den Abschied
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SamiNo für Frankreich am 22.12.2025, 12:56 |
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Man kann eine Saison über Monate erzählen oder in vier Spielen zerstückeln. Frankreich hat sich für Letzteres entschieden. ZAT 11 war eine echte Prüfung: für Nerven, für Reserven, für diese merkwürdige Mischung aus Rechnen und Riechen, die man braucht, wenn eine Meisterschaft auf Messers Schneide liegt. Und am Ende steht ein Ergebnis, das sich gleichzeitig logisch und absurd anfühlt: OSC Lille ist Meister. Nicht mit einem Spaziergang, sondern mit einem Zickzack und genau deshalb passt es so gut zu dieser Saison 2025-3.
Die Ausgangslage war klar wie selten: Lille vorne, Bastia in Schlagdistanz, Valenciennes lauernd, dahinter ein Pulk, der noch nach Europa greifen konnte und am unteren Rand zwei Absteiger, die trotzdem immer wieder wie Stolperdrähte wirkten.
Dann kam Spiel 41 wie ein kalter Luftzug. Bastia – Lille 3:0. Ein Statement, wie man es nur aus Korsika bekommt: ohne Dekoration, ohne Erklärung. Gleichzeitig machte PSG etwas sehr PSG-iges und schoss Valenciennes mit 3:0 aus dem Takt. In derselben Runde hielt Kaysersberg gegen Saint-Étienne ein 2:2, als würde man sagen: „Ich bin noch da, auch wenn ihr schon die Zielflagge seht.“
Und genau da begann das, was Terrormopp vorher „Ende mit Schrecken?“ nannte, zu leben: Nicht das Schrecken selbst, sondern die Unruhe. Wer oben steht, darf sich keinen zweiten Schlag erlauben. Lille brauchte eine Antwort und lieferte sie sofort: 3:2 in Lens (Spiel 42). Kein Glanzstück, eher eine Art „Stiefel im Schlamm“, aber eben drei Punkte. Währenddessen nahm Kaysersberg mit einem 4:2 in Monaco Tempo auf. Ein spätes, lautes Aufbäumen des Elsass, das mehr war als nur Kosmetik.
Spiel 43 wurde dann zum stillen Kipppunkt: Kaysersberg 2:0 Valenciennes. Das ist eine dieser Partien, die man in Tabellen als drei Punkte ablegt, aber im Kopf als ganze Woche. Valenciennes hatte den Titel in Reichweite und wurde an einem Abend daran erinnert, dass die Liga nicht nur aus den großen Duellen besteht, sondern auch aus den Ecken, in denen man sich festläuft. Gleichzeitig holte Lille im direkten Schlagabtausch gegen Saint-Étienne ein 4:2. Diese Partie war sinnbildlich: Wenn Lille fällt, fällt es laut. Wenn Lille steht, dann steht es genauso laut.
Und dann das letzte Bild, Spiel 44: Meister werden im Abstiegskeller ist unerquicklich, aber manchmal notwendig. Monaco – Lille 0:3. Keine Debatte, keine Hintertür. Es ist die Art Sieg, die eine Saison „abrundet“, auch wenn sie sie nicht erklärt. Bastia gewann parallel in Valenciennes 3:2 und das ist vielleicht die größte Pointe des letzten Tages: Valenciennes verliert den direkten Vergleich im eigenen Stadion, während Lille die Schale einsammelt. Als hätte Bastia nochmal sagen wollen: „Wenn wir schon nicht Meister werden, dann wenigstens die letzten Worte.“
Und weil Frankreich diese Saison grundsätzlich auf „Doppelfinale“ gestellt hatte, kam noch der zweite Pokal-Schlussstrich: Coupe de la Ligue – Finale: OSC Lille 2:0 Valenciennes. Ein Titel plus Pokal – das klingt nach Dominanz. Aber wer die letzten ZATs gesehen hat, weiß: Das war keine Dominanz im Sinne von „durchmarschieren“. Das war Dominanz im Sinne von „immer wieder zurückkommen“. Man gewinnt nicht nur Spiele – man gewinnt die Momente dazwischen.
Terrormopp hatte vor dem letzten ZAT genau das richtige Gefühl: Es war zu früh fürs Resümee, aber die Frage stand schon im Raum. Dass er am Ende auch ein „Danke“ an die Ligaleitung setzt und Ben einen respektvollen Abschiedsgruß schickt, passt zu diesem Winterton: nicht nur Sticheln, auch mal Hand geben.
Bens Text ist der klare Gegenpol: ein Abschied, der sich nicht wie Flucht liest, sondern wie ein bewusstes Schließen eines Kapitels. Kaysersberg landet am Ende in Europa und das ist für diesen Verein nicht selbstverständlich, sondern der Beweis, dass man über Jahre etwas aufbauen kann, ohne jemals „Meisterschaft!“ zu brüllen.
Und Alec Guiness? Der schreibt das, was so viele oft vergessen: Dass eine Saison auch davon lebt, dass man sie erzählt. Nicht nur Ergebnisse, sondern das Drumherum. Der Hinweis auf Nantes ist dabei mehr als Nostalgie – es ist diese Idee, dass Rivalität eine Form von Wärme ist.
Frankreich hat seine Meister: OSC Lille holt die Krone, Bastia jagt bis zum Schluss, Valenciennes bleibt der große Herausforderer, Kaysersberg verabschiedet sich mit Europa im Gepäck. Und ja: international war das Jahr ernüchternd, aber vielleicht ist das die Ironie dieser Saison: Nach außen war’s leise, nach innen war’s ein Orkan.
Damit bleibt nur, das zu tun, was selbst die härtesten Korsen manchmal zulassen: kurz durchatmen.
Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch. Glückwunsch an alle Gewinner – auf dem Platz, im Pokal, in der Zeitung und in den kleinen Duellen, die nur ihr selbst bemerkt habt.
Wir sehen uns wieder in Saison 2026-1.
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Vier Mannschaften im Sprint, zwei im Spiegel und nur noch ein ZAT
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SamiNo für Frankreich am 16.12.2025, 10:16 |
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Noch acht Spiele waren es vor einer Woche, jetzt bleiben uns vier Partien insgesamt... verteilt auf einen einzigen, letzten ZAT. Und plötzlich blickt Frankreich in ein Doppelporträt: Oben links OSC Lille mit einer schmalen, aber echten Führung. Unten rechts Valenciennes FC, einen Punkt dahinter, aber mit genau der Hartnäckigkeit, die man an der Ziellinie fürchtet. Dazwischen: Guingamp mit Stehvermögen, Bastia mit Titelreflex, Kaysersberg mit Dorf-Wucht, Saint-Étienne mit der stillen Drohung einer späten Serie...
Was ZAT 10 so brutal ehrlich machte: Er trennte Effekte von Ursachen. Lille verlor in Lyon (0:3), reagierte gegen PSG (3:0), setzte in Rennes (2:0) den vielleicht reifsten Auswärtsauftritt der Saison drauf und erledigte Kaysersberg daheim (3:0). 12 Punkte aus 12? Nein, 9 aus 12. Aber in der Art, wie die Doggen die Wackler korrigierten, steckt die Botschaft: Tabellenführer mit 72 Punkten und einem Torverhältnis, das nicht glänzt, aber trägt. Dass parallel im Coupe de la Ligue das 0:2 im Rückspiel gegen Bastia (nach 1:3) zum Weiterkommen reichte, rundet das Bild: Lille kann eng. Lille kann zählen.
Und Valenciennes? Genau der Jäger, der nie weg war: Pflichtsieg gegen Lens (1:0), ein wildes 1:4 gegen Guingamp, die abgeklärte Rückmeldung in Auxerre (2:1) und das kontrollierte 1:0 gegen Lyon. 71 Punkte, eine Nasenlänge Rückstand, aber die richtigen Nerven. Wer nach dem 1:4 zuckt und drei Tage später wieder 1:0 gewinnt, hat begriffen, wie Meisterschaften gebaut werden: aus Reaktionen, nicht aus Reden.
Hinter dem Spitzenduo die entscheidende Verschiebung: Guingamp machte aus einem ZAT der kleinen Kanten einen ZAT der großen Schritte (1:1 in Monaco, 1:0 gegen Lens, 1:0 in Auxerre), steht jetzt bei 69 Punkten und hält die Tür offen. Bastia fiel im Rhythmus, nicht in der Wirkung: 0:1 in Paris, 1:0 gegen Rennes, 1:2 in Kaysersberg, 0:3 in Lens – 67 Punkte und das Gefühl, dass noch ein Stoß fehlt. Kaysersberg (Auswärtssieg in Rennes, Heimpleite in Lille, Big Win vs. Bastia) liegt ebenfalls bei 67, ASSE nach einem zackigen 3:0 gegen Rennes bei 66 – beide mit der Chance, am letzten Abend von der Seitenbühne auf die Hauptbühne zu springen.
Unten ist die Entscheidung gefallen, oben das Theater offen. Rennes bleibt mit 56 in der grauen Zone zwischen „zu spät“ und „zu früh“, PSG bei 64 eher Königsmacher als König, Lyon (54) und Lens (54) wechseln zwischen Sperrholz und Edelstahl... je nachdem, wen sie bremsen. Monaco und Auxerre sind abgestiegen; ihre Ergebnisse liefern nur noch Kontrast, nicht mehr Kapitel.
Und dann ist da der Coupe de la Ligue: Nach Bastia–Lille 3:1/0:2 und Valenciennes–Lens 0:1/2:1 steht das Finale fest: OSC Lille – Valenciennes FC. Welch Pointe. Erst die Liga zu zweit auf der Hochgeschwindigkeitsbahn, dann das Pokalfinale im Scheinwerferlicht. Wer den ersten Pott holt, kommt später mit einer anderen Brust zum letzten Anpfiff.
Blick auf 41/42/43: Bastia – Lille gleich zu Beginn. Ein Inselabend, der nach Metall klingt. Parallel PSG – Valenciennes; die Pariser lieben diese Rolle. Danach Lens – Lille und Valenciennes – Guingamp – die eine Partie riecht nach Geduld, die andere nach Pyrotechnik.
Schlussszene 44: Monaco – Lille und Valenciennes – Bastia. Auf dem Papier Vorteil Lille. In der Praxis: nur, wenn zuvor nichts liegengelassen wird.
Ein Punkt ist kein Kissen. Er ist eine Erinnerung: Wer vorne liegt, muss weiterlaufen. Lille hat die Linie, Valenciennes die Lunte, Guingamp die Ausdauer, Bastia die Gewohnheit, Kaysersberg den Trotz, Saint-Étienne die Ordnung. Der Rest ist Timing und Temperaturempfinden – wann zucken, wann zünden, wann zu Ende spielen. Noch ein ZAT. Achtzehn Pfeifenstöße. Vierundvierzig Geschichten, die auf eine Antwort zulaufen. Und irgendwo zwischen Villeneuve-d’Ascq und dem Hainaut, zwischen Dorf und Insel, entscheidet sich, wer den letzten Satz schreiben darf.
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Die Insel stürmt die Küste: ein Vierkampf, der keiner bleiben will
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SamiNo für Frankreich am 07.12.2025, 22:53 |
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Noch zwei ZATs. Acht Spiele, die über Erbe und Eitelkeit entscheiden. Was wie eine klare Sache aussah, ist nach dem neunten Block ein Wellenbrecher geworden: Bastia mit Rückenwind, Lille mit messerscharfer Effizienz, Saint-Étienne mit der Ruhe eines Scharfschützen und Valenciennes, das sich gerade fragt, ob das Polster von gestern heute noch trägt. Parallel setzt der Ligapokal neue Schnitte, grün und korsisch zugleich, während in den Vereinszeitungen zwischen lakonischem „Ja nun“ und philosophischem Seitenblick die Nerven blank liegen.
Der Paukenschlag kommt von der Insel: SC Bastia – frisch mit Pokal-Patina – fegt Valenciennes mit 4:0 vom Platz, putzt Guingamp (3:0), ringt Auxerre (3:2) und knipst Lyon (1:0). Vier Spiele, vier Siege, 64 Punkte, Tabellenführer. Das ist kein Formpeak, das ist eine Besitzanzeige. Dazu passt die Körpersprache: wenig Worte, klare Taten.
Im Schatten dieser Brandung arbeitet sich OSC Lille nach oben: 4:1 gegen Monaco, 3:0 gegen Valenciennes, ein 0:4-Dämpfer in Guingamp, gefolgt vom 4:1 gegen Auxerre. Neun Punkte, 63 gesamt, Platz zwei. Die Doggen bleiben bei Auswärts die Dogmen der Vorsicht, aber zuhause ist das Team eine Guillotine: sauber, kalt, endgültig. Terrormopps „viermal 1:0“ aus der Vorwoche ist Geschichte, die Botschaft bleibt: Lille spielt die Punktzahl, nicht die Galerie.
AS Saint-Étienne setzt den Stichel an: 1:0 gegen Lens, 1:1 in Monaco, 0:3 gegen VFC, 1:0 gegen Guingamp. Sieben Punkte, 62 gesamt, Platz drei und vor allem: ein Tordifferenz-Statement (+22), das in engen Nächten mehr wert ist als ein schönes Zitat. Valenciennes dagegen taumelt: 0:4 in Bastia, 0:3 in Lille – zwei Faustschläge –, dann 3:0 gegen ASSE, 3:2 in Monaco. Sechs Punkte, 62, Platz vier. Wer oben bleiben will, darf unten nicht zu oft klingeln.
Dahinter wird es dicht und doppelbödig. S. Réunis Kaysersberg holt sechs Punkte (u. a. 4:0 gegen Auxerre, 1:0 gegen PSG), steht nun bei 61. Guingamp (Sieg gegen Lille, Triumph über Rennes, aber Niederlagen in Auxerre und bei ASSE) fällt auf 59. PSG bleibt eine flackernde Neonröhre: 3:0 gegen Lyon, 1:0 gegen Guingamp, 3:0 gegen Rennes – und doch reicht’s tabellarisch „nur“ für 58. Rennes (Sieg, Remis, zwei Niederlagen) steckt bei 56; Stefan Raabs „Vorsprung ist weggeschmolzen“ wurde in dieser Woche zur Wetterlage.
Unten schreibt die BOT-Zone weiter an der Fußnote: Monaco stiehlt Lens ein 2:0, Auxerre kratzt hier und da, doch der Abstieg ist nicht mehr Theorie, sondern Routine.
Im Coupe de la Ligue war ZAT 2 ein Filter und er ließ nur Schwergewicht durch:
Lille – Lyon 6:2, 2:4 (8:6 gesamt): Heim-Wucht schlägt Auswärts-Zittern.
Lens – Strasbourg 2:3, 4:2 (6:5): gläsern knapp, aber verdient.
Bastia – Kaysersberg 6:1, 1:5 (7:6): ein Aggregate, das man zweimal liest.
Valenciennes – ASSE 5:3, 3:4 (8:7): die Definition von „Hauchdünn“.
Die Halbfinals stehen – und sie riechen nach Titelgeruch: Bastia (2.4 TK) – Lille (3.8) und Valenciennes (2.0) – Lens (1.8). Auf dem Papier hat Lille die längere Lunge, Bastia die schwerere Hand. Valenciennes trägt Favorit, Lens trägt Widerwort. Hier fällt nicht nur eine Trophäe, hier fällt auch Selbstvertrauen für die Liga und vielleicht ein Fehler, der am 44. Spieltag teuer wird.
Die Dramaturgie der Restwochen ist dabei unverschämt gut gecastet. Schon am nächsten Block: PSG – Bastia, Lille – PSG, Valenciennes – Guingamp; danach Bastia – Rennes, Valenciennes – EA Guingamp, und dann der lange Korridor Richtung Schluss – mit einem letzten Bild, das man nicht besser schreiben kann: Valenciennes – Bastia am 44. Spieltag. Wenn die Tabelle bis dahin atmet wie heute, ist das kein Spiel, sondern ein Urteil.
Die Liga hat ihren Rhythmus geändert: vom Marsch zum Staccato. Bastia führt, Lille lauert, Saint-Étienne legt die Linie, Valenciennes sucht wieder Takt. Dahinter sammeln Kaysersberg, Guingamp, PSG und Rennes mehr als Resthoffnung. Zwei ZATs klingen nach wenig, sind aber eine Ewigkeit, wenn jeder Standard, jeder Wechsel, jeder konservierte TK-Punkt eine Weiche ist. Wer jetzt schweigt, wird gezählt; wer jetzt erzählt – auf dem Platz und in den Gazetten – kann diese Saison zu Ende komponieren statt sie nur zu Ende spielen. Die Pointe liegt bereit. Ob sie korsisch, nordfranzösisch, grün oder rot-blau wird, entscheiden acht Partien und ein Moment, den wir erst verstehen, wenn er vorbei ist.
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Zwei Spitzen, ein Schatten – Bastias Pokal, die Liga im Staccato
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SamiNo für Frankreich am 01.12.2025, 19:48 |
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Noch drei ZATs, dann ist die Wahrheit nicht mehr verhandelbar. Der achte Spieltagblock hat die Tabelle gefaltet wie ein Kartenspiel: oben zwei Asse mit schiefen Kanten, dahinter eine wilde Straße aus Formspitzen, Ein-Tor-Siegen und stolpernden Favoriten. Nebenbei ist im Coupe de France der Vorhang gefallen, mit einem Sieger, der die Insel wieder lauter macht. Und der Ligapokal hat seinen ersten Takt gesetzt: kurz, knackig, mit Überraschungen, die man lieber einmal liest als zweimal erlebt.
An der Spitze steht Valenciennes... oder besser: es steht und wankt. 0:1 in Lyon, 3:4 gegen PSG, 0:0 in Rennes, 3:0 gegen Kaysersberg: vier Punkte, 56 insgesamt. Das reicht für Platz eins, aber es riecht mehr nach Verwaltung als nach Verheißung. Direkt daneben hat sich EA Guingamp fürs Foto geschoben: Niederlage in Auxerre, knappe Arbeitssiege gegen Lyon und Rennes, dazwischen ein 0:1 in Paris: sechs Punkte, ebenfalls 56, aber mit negativer Tordifferenz. Zweimal Spitze, null Komfortzone.
Der Aufsteiger der Woche heißt AS Saint-Étienne. Ein 2:0 in Rennes, 1:0 gegen Kaysersberg, 2:2 auf Korsika, 1:0 gegen Lille... zehn Punkte, 55 gesamt, Platz drei. Nicht laut, aber lehrbuchreif: Stabilität hat plötzlich eine grün-weiße Handschrift.
OSC Lille bleibt Vierter (54), weil es die Kanten glättet: zwei knappe Heimsiege (je 1:0) gegen Bastia und Lens, zwei 0:1-Niederlagen auswärts (Kaysersberg, ASSE). Das ist die Minimalversion von Kontrolle und genügt, solange die Konkurrenz stolpert. Stade Rennais dagegen rutscht auf Platz fünf (52): das 0:2 gegen ASSE und das 0:1 in Guingamp drücken die Bilanz, das 4:2 in Monaco und das 0:0 gegen VAFC halten sie am Leben. Zuhause ist die Oper etwas leiser geworden.
Bastia (nun 52, Platz sechs) tastet sich wieder in den Rhythmus: 3:0 gegen Lens, 2:2 gegen ASSE, 4:2 in Monaco, nur das 0:1 in Lille bremst und doch klingt der Klub heute lauter als gestern (dazu gleich). PSG meldet sich mit neun Punkten zurück: 4:3 in Valenciennes, 1:0 gegen Guingamp, 4:3 in Auxerre (vorher 1:3 gegen Monaco). Tabellarisch ist das „nur“ Platz sieben, atmosphärisch ein Schulterzucken mit Subtext: Wir sind noch da.
S. Réunis Kaysersberg (52) pendelt: 1:0 gegen Lille, 0:1 in ASSE, 4:1 gegen Monaco, 0:3 in Valenciennes. Lyon taumelt (nur drei Punkte), Lens teilt die Woche in zwei klare Hälften (zwei Siege, zwei Niederlagen). Unten schreiben die BOTs einen seltenen Zwischenton: Auxerre schlägt Guingamp und Lyon, Monaco gewinnt in Paris – beide bleiben klar in der Gefahrenzone, aber die Tabelle hat wieder Ecken.
Im Coupe de France ist die Insel oben: SC Bastia schlägt im Finale EA Guingamp 2:1. Zuvor hatte Guingamp Rennes im Halbfinale (1:0, 0:0) ausgeschaltet, Bastia Valenciennes (1:0, 1:1) aus dem Wettbewerb gedrückt. Im Endspiel gewinnen Courage, Geduld und ein sauber gesetzter Schnitt im richtigen Moment. Keine TK-Nachfüllung, kein Zufall: Bastia hat den Tank besser gelesen.
Der Coupe de la Ligue hat derweil den ersten Kies aufgewirbelt. Die Achtelfinals wirkten wie Stresstests:
Strasbourg räumt PSG zweimal 3:0 ab – Nachricht mit Ausrufezeichen.
Kaysersberg demontiert Guingamp im Rückspiel 7:0 (nach 4:1). Das ist nicht bloß ein Ergebnis, das ist ein Statement.
ASSE dreht Monaco in Summe 8:5, Bastia beißt Nantes 8:7 weg, Lens kontrolliert Sochaux. Lille hält Toulouse in Schach (6:5), Valenciennes setzt sich gegen Auxerre durch.
Die Viertelfinals stehen: Lille – Lyon, Strasbourg – Lens, Bastia – Kaysersberg, Valenciennes – ASSE. Vier Paarungen, vier Charakterstudien: Tempo, Härte, Timing, Tiefe – irgendwer wird sich verheben.
Und Europa? Leer. Champions League: niemand über die Gruppenphase. Europa League: Valenciennes als letzter Vertreter im Viertelfinale gescheitert. Conference League: Ende in der Vorrunde.
Wir gehen ins Drei-ZAT-Finale mit einer Doppelspitze ohne Sicherheitsnetz, einem Jägertrio im Halbschritt (ASSE, Lille, Rennes), einem Bastia mit Pokal-Schulterbreite und einem Paris, das die Tür noch nicht zugemacht hat. Wer jetzt nachrechnet, hat recht; wer jetzt erzählt, hat mehr recht. Die Saison fühlt sich an wie ein Spiel, das schon entschieden wirkt und doch noch drei Momente übrig hat. Einer davon wird ein Standard sein. Einer ein Konter. Und einer ein Absatz in einer Zeitung, die lebendig bleibt, solange sie geschrieben wird.
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Endspurt
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SamiNo für Frankreich am 25.11.2025, 08:49 |
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Vier ZATs bis zum Zielstrich und die Liga atmet in kurzen Zügen. ZAT 7 hat die Rückrunde eröffnet: oben ein Spitzenreiter, der das Stolpern in Stabilität übersetzt; dahinter ein Bremsweg, der kürzer wird; daneben ein Pokal, der seine Finalisten gefunden hat; und am Horizont die ersten Scheinwerfer des Coupe de la Ligue...
An der Spitze hält Valenciennes die Hand ruhig am Lenkrad. Zwei klare Heimsiege, zwei Auswärtsdellen: 3:0 gegen Monaco, 0:1 in Lens, 2:4 in Guingamp, 3:0 gegen Auxerre. Sechs Punkte, ein „weiter so“ ohne Parfum, dafür mit Substanz: 52 Zähler, Tabellenführung verteidigt. Wer noch auf den großen Einbruch wartete, wartet vorerst weiter.
Das Geräusch der Woche kommt aus Bretagne. EA Guingamp hat den ZAT durchgepflügt: 1:0 gegen ASSE, 3:2 in Monaco, 4:2 gegen Valenciennes, 4:1 in Lens. Machen zwölf Punkte und einen Raketenstart auf Platz zwei (50). Nicht schönheitsverliebt, sondern entschlossen; ein Team, das Timing und Mut synchronisiert.
Stade Rennais bleibt zu Hause Oper und auswärts Baustelle. 5:0 gegen Lens, 0:1 in Kaysersberg, 5:0 gegen Bastia, 0:1 in Lille. Sechs Punkte, ein makelloser Heimatepos, der weiter trägt (14/14 daheim), aber die Tabelle zwingt: Rang drei (48), der Blick nach oben bleibt offen, der nach hinten auch.
Lille ist zurück in der Spur, weil es auswärts endlich einen Puls findet: 0:3 in Auxerre, 1:0 gegen Lyon, 4:3 bei PSG, 1:0 gegen Rennais: Neun Punkte, Platz vier (48) und, wichtiger als die Zahl, ein Auswärtssieg, der mehr ist als eine Korrektur in der Statistik. Terrormopps „neue Philosophie“? Sie funktioniert, wenn der Plan die Straße trifft.
S. Réunis Kaysersberg sammelt leise, aber konstant: 0:2 in Paris, 1:0 gegen Rennes, 1:0 gegen Lens, 0:1 in Bastia. Sechs Punkte, Rang fünf (46). ASSE im gleichen Takt (Niederlage in Guingamp, Siege gegen Auxerre und PSG, Niederlage in Lyon) auf Platz sechs (45). Bastia gewinnt die engen Kämpfe daheim, verliert breit auswärts – ebenfalls sechs Punkte, Rang sieben (45), das Titelverteidiger-Echo ist da, die Tiefe noch nicht.
PSG erlebt die Paris-Paradoxie in vier Akten: 2:0 gegen Kaysersberg, 0:4 in Bastia, 3:4 gegen Lille, 0:1 in Guingamp. Drei Punkte, Rang acht (43) und die Frage, ob das Metronom wieder Takt findet. Lyon holt sechs (Bastia, ASSE besiegt, sonst zwei Dämpfer), Lens nur drei. Der Derbysieg gegen VAFC war laut, der Rest leise. Unten bleibt es grau: Monaco und Auxerre gewinnen immerhin je zweimal, aber sie bleiben gefangen in der Arithmetik – 24 und 19 Punkte sind ein steiler Berg in vier Wochen.
Im Coupe de France ist die Dramaturgie gesetzt: EA Guingamp eliminiert Stade Rennais mit 1:0 und 0:0. Knapper geht’s kaum, klarer auch nicht. SC Bastia wirft Valenciennes raus (1:0, 1:1) und bringt das Double-Narrativ zurück auf den Tisch. Das Finale lautet: Guingamp (TK 0,8) vs. Bastia (TK 2,0). Bretagne gegen Korsika – Stahl auf Salz.
Und während der Pokal seinen letzten Vorhang probt, hebt am Sonntag der Coupe de la Ligue die Rampe: Monaco – ASSE, Guingamp – Kaysersberg, Nantes – Bastia, Sochaux – Lens, Lille – Toulouse, PSG – Strasbourg, Rennes – Lyon, Valenciennes – Auxerre. Acht Paarungen, acht kleine Wahrheiten. Wer Tiefe hat, zeigt sie jetzt; wer Ausreden hat, nicht.
International ist die Bühne schmal geworden: Valenciennes ist der letzte Franzose in der Europa-League-K.-o.-Runde und spielt um den Einzug ins Halbfinale. Der Rest ist draußen – was innen zwei Dinge bedeutet: mehr Luft für die Liga, mehr Pflicht zur Präsenz. Wenn Europa leiser wird, müssen die Gazetten lauter werden.
Stefan Raab zählt weiter in römischen Lettern und gewinnt daheim in Großbuchstaben; Terrormopp schreibt in Metaphern und trifft endlich auswärts; Guingamp spricht im Präsens, Bastia in Untertiteln, Valenciennes in nüchternen Zahlen und genau so erzählt sich eine Liga, die noch vier ZATs lang ihre Enden sucht. Die Finalisten stehen, der Ligapokal ruft, die Tabelle brennt ohne zu lodern. Jetzt beginnt die Zeit der kleinen Entscheidungen: ein Eckball mehr, ein Artikel mehr, ein Wechsel früher. Frankreich lebt vom Ton zwischen den Spielen. Also schreiben wir ihn – und spielen den Rest.
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Baguette & Beton: Ein Brief an Frankreich...
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SamiNo für Frankreich am 17.11.2025, 10:42 |
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... und an alle, die bleiben sollen
Frankreich ist ein Geräusch. Mal wie ein Korken, der knallt, mal wie ein Einkaufswagen auf Kopfsteinpflaster. In Lille riecht die Luft nach Arbeit und warmem Teig, im Süden nach Salz und Geschichten. Zwischen beiden liegt ein langer Mittelstreifen, auf dem man leicht zu schnell fährt und trotzdem zu spät kommt. Manchmal passt alles: Flutlicht, Takt, Timing. Manchmal klirrt eine Kleinigkeit, und der ganze Abend klingt schief. Und doch – oder deswegen – hat dieses Land etwas, das bleibt, wenn die Punktetafel längst dunkel ist.
Frankreich hat zwei Gesichter, die sich nicht streiten, sondern zusammengehören. Da ist die Eleganz. Einfache Muster, die auf dem Rasen plötzlich reich wirken. Und da ist der Widerstand. Portale, die sich zieren, Pläne, die erst im zweiten Versuch gerade sitzen, Manager, die lieber schreiben als reden und dann doch wieder reden. Hier lernt man, dass ein 1:0 genauso ein Gedicht sein kann wie ein 4:3, wenn der Reim im letzten Absatz sitzt. Und ja: Nicht jeder spricht dieselbe Sprache. Aber die Kabine hat Dialektfreiheit, solange einer das Whiteboard hält.
Es gibt Tage, da ist man „bumsfidel und zu Tode betrübt“ zugleich. Der Espresso schmeckt, die Einwürfe nicht; die Statistik glänzt, der Blick nicht. Man steht im Tunnel und denkt: „Noch zwei Schritte.“ Man macht drei. Vielleicht ist das Frankreich... nicht das Fertige, sondern das, was auf dem Weg dorthin entsteht.
Und doch: Dieses Land lebt von seinen Stimmen. Von Trainern, die die Zeitungen füllen, die kleinen Reibungen, die großen Absätze. Ohne Artikel ist die Liga nur Zahlenmaterial, mit Artikeln ist sie eine Staffel. Bleibt. Schreibt. Streitet – mit Stil. Wer verschwindet, nimmt einen Farbton mit. Wer bleibt, lässt die Saison leuchten.
Deutschland ist eine sauber gezogene Linie, auch wenn der Stift kratzt. Dort steht die Ordnung an, bevor die Ecken gezählt werden. Es gibt ein Timing fürs Pressing und ein Formular für den Freistoß. Alles geht, sofern es protokolliert ist. Manchmal ist das großartig... du weißt, wo wer steht, wenn die 89. Minute die Kehle zuschnürt. Manchmal ist es eng, man hört den Mut arbeiten und wünscht ihm eine längere Leine. Aber wenn der Regen quer kommt und die Anzeigetafel kurz flackert, sind sie da: pünktlich, vorbereitet, unironisch. England ist Flutlicht auf nassem Asphalt. Gesänge wehen um Ecken, an denen keine Häuser stehen. Taktisch ist es längst nicht mehr Karo einfach, aber das Herz bleibt lang. Die Insel verkauft die Wucht als Postkarte und bekommt dafür jeden Sonntag echtes Wetter. Alles kann sich im Minutentakt drehen: Form, Meinung, Nachspielzeit. Und doch hält etwas zusammen. Vielleicht die Idee, dass das Spiel zuerst den Zuschauern und erst dann den Tabellen gehört. Es ist laut. Es ist teuer. Und wenn es still wird, wird es heilig. Spanien ist warm und spät. Spiele beginnen dort, wenn in anderen Ländern der Kühlschrank schon summt. Alles wirkt technisch, alles klingt nach Gitarre. Aber zwischen „mañana“ und „jetzt“ geht manchmal ein Spielzug verloren, weil er zu schön war, um ihn rechtzeitig zu spielen. Der Kalender schmiegt sich an die Nacht, der Ball an die Sohle. Und doch: Hinter der schönen Linie steht eine Arbeit, die keiner sieht. Wenn du gewinnst, sagen alle „klar“. Wenn du verlierst, sagen alle „zu viel Sonne“. Beides stimmt nicht, und das ist der Witz. Italien ist ein Espresso, der zu kurz aussieht und zu lang wirkt. Ein 1:0, das in der 8. Minute beginnt und in der 98. endet, ohne je zu kippen. Zynisch, sagen die, die hungrig sind. Intelligent, sagen die, die schon gegessen haben. Bürokratie? Sicher. Theater? Natürlich. Aber am Sonntag ist Oper. Und kein anderes Land versteht so gut, dass eine gute Verteidigung keine Mauer, sondern ein Messer ist. Manchmal schneiden sie sich daran. Meistens nicht.
Zurück nach Frankreich: Hier bei uns ist der Rasen oft ein Spiegel. Er zeigt, wer wir sind, nicht nur, was wir spielen. Die schönen Seiten kennen wir: die Bögen im Pass, die Geduld im Block, die plötzliche Großzügigkeit eines 4:0, das niemand bestellt hat. Die hässlichen auch: ein Formular, das im Kreis läuft; ein Plan, der sich nicht entscheiden kann, ob er Plan sein will; ein „gleich“, das zu spät kommt. Beides ist wahr. Und dazwischen sind wir.
Darum die einfache, unmoderne Bitte: Bleibt. Nicht weil es leicht ist, sondern weil es hier schwer auf die richtige Weise ist. Schreibt. Nicht nur nach Siegen; gerade dann, wenn ein 0:1 mehr sagt als drei Seiten Statistik. Interagiert. Die kleine Spitze im Text, die große Antwort am Wochenende – das ist unser Drama, unsere Währung, unser Mehrwert gegenüber jeder stillen Simulation.
Wir brauchen die Alten mit den Runzeln in der Taktiktafel. Wir brauchen die Neuen mit dem Mut, sie zu verwischen. Wir brauchen die, die viel reden, und die, die genau dann reden, wenn es weh tut. Eine Liga lebt nicht von Ergebnissen, sondern von Erzählungen, die Ergebnisse erklären oder ihnen widersprechen. Wer schweigt, verliert nicht nur Punkte, sondern Publikum.
Vielleicht ist das die Wahrheit, die wir selten aussprechen: Zwischen Baguette und Beton liegt unser Spiel. Zwischen einem ungelenken Klick im Backend und einem perfekten Laufweg im Strafraum auch. Manchmal klingt der Regen wie Applaus und man weiß nicht, ob man sich verbeugen soll. Vielleicht reicht es, stehen zu bleiben. Und den nächsten Satz zu schreiben.
Frankreich hat Macken. Frankreich hat Magie. Beides gehört zusammen – wie Heim und Auswärts, Hin- und Rückrunde, These und Widerrede. Wir sehen uns am Sonntag. Bringt eure Stimmen mit.
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Skandal im Coupe de France?
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SamiNo für Frankreich am 10.11.2025, 10:18 |
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Der fünfte ZAT hat die Hinrunde in Flammen gesetzt. Alle Trainer standen an der Linie, nur bei AJ Auxerre und AS Monaco blieb die Bank verwaist. In der Liga polierte die Spitze ihre Ambitionen, im Coupe de France drehte die Gruppenphase auf und neben Taktik und Toren rückte plötzlich auch der Spielplan selbst ins Rampenlicht. Wer clever dosierte, zog Nutzen; wer überdrehte, spürt jetzt Gegenwind. Oder doch nicht?
In der Ligue 1 diktierte Valenciennes erneut das Tempo mit Kantigkeit statt Krach. Ein 3:2 bei Auxerre, ein 3:0 gegen Lyon, nach dem 0:3-Dämpfer in Paris die souveräne 2:0-Antwort gegen Rennes: neun Punkte, Tabellenführung untermauert. Das wirkt abgeklärt. Kaum Risiko, viel Kontrolle.
Rennes erlebte die komplette Gefühlsskala binnen vier Begegnungen: 5:0 gegen Lille, 0:3 in Saint-Étienne, 4:1 gegen Monaco, 0:2 in Valenciennes. Sechs Zähler sind solide, aber Stefan Raabs Wochenvorschau traf chirurgisch: zwei Heimfeste, zwei Auswärtsabbrüche. Für Platz drei reicht das weiter, doch die Leuchtdichte schwankt.
Bastia stolperte quer durch Frankreich: 0:1 in Kaysersberg, 0:3 in Lens, dann ein befreiendes 4:0 gegen Lille, bevor ASSE mit 3:0 die Tür zuschlug. Drei Punkte sind zu wenig für einen Champion im Titelrennen. Die Korsen bleiben mittendrin, müssen aber das Auswärtsleck stopfen.
S. Réunis Kaysersberg meldete sich energisch zurück: 1:0 gegen Bastia, 0:3 in Lille, 1:0 gegen Saint-Étienne, 4:2 in Monaco. Das machen neun Punkte und ein klares Lebenszeichen in der Verfolgerreihe. EA Guingamp war sogar noch gieriger: 3:0 gegen Lens, 4:3 gegen Auxerre, ein 3:3 in Lyon, 1:0 gegen PSG – zehn Punkte, Kompass gen obere Tabellenhälfte.
Paris bleibt die Paradoxie der Saison: 3:2 gegen ASSE, 0:1 bei Monaco, 3:0 gegen Valenciennes, 0:1 in Guingamp. Glanz und Grauen im Zweitakt.
Lille erfüllte Terrormopps eigene Prognose besser als seine Laune: 0:5 in Rennes, 3:0 gegen Kaysersberg, 0:4 in Bastia, 4:3 in Lens – sechs Punkte und, wichtiger, der Bannbrecher: ein Auswärtssieg. Terrormop zeichnete das Auswärtsdesaster in düsteren Farben, der 4:3-Diebstahl in Lens beweist jedoch, dass die Doggen das Gaspedal auch fremd bedienen können. Jetzt ist’s eine Frage der Serie, nicht der Statistik.
Saint-Étienne zeigte den Geoffroy-Guichard-Modus: 3:0 gegen Rennes, 3:0 gegen Bastia. Dazwischen die 2:3-Niederlage in Paris und das 0:1 in Kaysersberg. Machen am Ende ebenfalls sechs Zähler, aber mit Schwergewichts-Ausrufezeichen. Lens holte sechs Punkte (3:0 gegen Bastia, 4:3 in Auxerre), verlor jedoch die Sechs-Punkte-Spiele gegen Guingamp und Lille. Der Aufwind ist da, die Konstanz noch nicht. Lyon sammelte fünf Zähler (1:1 Monaco, 3:3 Guingamp, 4:2 in Auxerre) und bleibt in Schlagdistanz. Monaco (Remis in Lyon, Sieg gegen Paris, danach zwei Niederlagen) und Auxerre (0 Punkte) stehen weiterhin ohne Taktstock im Gegenwind.
Im Coupe de France brannte der 4. ZAT zwei klare Bilder in die Netzhaut:
Gruppe 1: Guingamp marschiert mit 12 Punkten (4/4) voran, Bastia und Lens folgen mit je 6, Lille bei 0. Auffällig: Guingamp profitierte von zwei Heimspielen am ZAT. Jetzt warten zwei Auswärtshürden, und das TK ist kein Wunschbrunnen.
Gruppe 2: Lyon (10 Punkte) führt vor Rennes und Valenciennes (je 6), PSG rettete sich mit einem Remis auf 1 Zähler. Auch hier galt zuletzt: zwei Heimspiele bei Lyon. Nun folgen zwei Auswärtsprüfungen.
Und damit zum Elefanten im Raum: Ja, der Spielplangenerator hat in der Gruppenphase stellenweise zwei Heimspiele auf einen ZAT gestapelt und damit Teams auf den ersten Blick bevorteilt, die am nächsten ZAT nur auswärts ranmüssen. War das Unvermögen der Trainer oder der SPielplan? Sagen wir es so: Wer sein TK zu Hause verjubelt und auswärts die Tankanzeige ignoriert, sollte den Spiegel nicht nur dem Algorithmus hinhängen. Gleichzeitig gilt: Der Spielleiter hat die Schieflage erkannt und künftig wird pro ZAT Heim/Auswärts strikt ausgeglichen. Und an Lyon und Guingamp ein kleiner Stachel: Nicht jammern, falls es draußen in der K.O.-Phase ungemütlich wird. Ihr habt euch am warmen Kamin reichlich bedient, jetzt kommt die Rechnung auf der Straße.
Nach fünf ZATs steht die Dramaturgie: Valenciennes kontrolliert, Bastia ringt um Auswärtsrhythmus, Rennes schwankt zwischen Partitur und Jam-Session. Dahinter ziehen ASSE, Lille, Paris und ein lauernder Pulk mit. Im Pokal entscheidet der kommende ZAT über Halbfinal-Tickets – mit zwei Auswärtsreisen für die bisherigen Tonangeber. Dort trennt sich Planung von Pose: TK rechnen, Kaltblut bewahren, Standards sitzen lassen. Nächsten Sonntag wird abgerechnet. Auf Rasen, nicht im Spielplangenerator.
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Alles auf Vollgas
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SamiNo für Frankreich am 04.11.2025, 08:57 |
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Der vierte ZAT in der Ligue 1 ist gespielt und während an den Seitenlinien alle Chefs präsent waren (nur bei AJ Auxerre und AS Monaco blieben die Trainerbänke leer) drehte die Spitze das Gaspedal auf Anschlag. Dazu meldete sich der Coupe de France mit der Gruppenphase zurück und verteilte die ersten klaren Fingerzeige. Frankreichs Woche: wenig Zwischentöne, viele Ausrufezeichen.
Die Schlagzeile gehört Valenciennes. Vier Spiele, vier Siege, viermal zu null (3:0 ASSE, 3:2 in Monaco, 4:0 Lens, 4:0 Guingamp). Das ist nicht nur ein perfekter ZAT, das ist eine Machtdemonstration. 12 Punkte später springt VAFC vom siebten auf den ersten Platz (31 Pkt., 38:21 Tore) und setzt eine Marke: frühes Pressing, gnadenlose Effizienz, null Geschenke.
Im Kielwasser taucht der Meister auf. SC Bastia sammelte neun Zähler (4:3 in Auxerre, 3:2 gegen Lyon, 0:3 in Paris, 1:0 gegen Rennes) und ist nun Zweiter. Korsischer Pragmatismus statt Korsika-Pathos: drei enge Spiele gewonnen, das eine klare in Paris abgeschüttelt.
Für Stade Rennais wurde es eine harte Lektion. Nach dem Glanz der Vorwoche gab es diesmal nur drei Punkte: 0:1 in Paris, 0:3 in Lens, 5:0 gegen Kaysersberg, 0:1 in Bastia. In Summe rutscht Rennes auf Rang drei (27 Pkt.). Stefan Raabs Ausblick auf „drei Auswärtsspiele“ wurde zur selbsterfüllten Warnung. Das Heim-Feuerwerk gegen Kaysersberg hielt die Woche zusammen, mehr nicht.
AS Saint-Étienne fuhr eine Zickzack-Kurve: 0:3 in Valenciennes, 3:0 gegen Guingamp, 0:1 in Auxerre, 3:0 gegen Lyon. Macht sechs Punkte, stabil genug für Platz vier. Lille traf exakt den selbstgesteckten Zielwert aus Terrormopps Vorschau: sechs Punkte. Ein bitteres und mit höheren Erwartungen gestecktes 2:3 in Guingamp, 4:0 gegen Auxerre, 0:4 in Lyon, 3:0 gegen Paris. Unterm Strich bleibt Rang fünf, aber mit verschwendeten Kraftreserven in der Fremde.
PSG bleibt ein Metronom mit Aussetzern: 1:0 gegen Rennes, 3:0 gegen Bastia und dazwischen zwei klare Pleiten (0:5 in Kaysersberg, 0:3 in Lille). Das ergibt ebenfalls sechs Punkte und Platz sechs. S. Réunis Kaysersberg spielte eine Achterbahn (0:3 in Lyon, 5:0 gegen Paris, 0:5 in Rennes, 0:3 in Lens) und fällt auf Rang sieben zurück. Diese Extreme kosten Tabelle.
Lyon packte zwei deutliche Heimsiege (3:0 gegen Kaysersberg, 4:0 gegen Lille), verlor aber die beiden Auswärtsauftritte (2:3 in Bastia, 0:3 bei ASSE). Macht Platz acht und das Gefühl, dass der Schalter noch zu oft in der Kabine bleibt. Guingamp gewann zwei (3:2 Lille, 3:1 Monaco) und verlor zwei (0:3 ASSE, 0:4 VAFC) – Platz neun, Spielraum nach oben.
Der Blick nach unten: RC Lens meldete sich mit einem kernigen ZAT zurück (4:3 in Monaco, 3:0 gegen Rennes, 0:4 in Valenciennes, 3:0 gegen Kaysersberg) und springt auf Rang zehn. Die Handschrift ist wieder zu sehen. Monaco holt nur einen Punkt (3:3 gegen Auxerre) und rutscht in die Zone (Rang elf), Auxerre fährt vier Zähler ein (Sieg gegen ASSE, Remis in Monaco) und bleibt Zwölfter. Beide Teams weiter ohne Trainer, beide mit zu vielen Löchern im Mittelfeld.
Gruppenstart im Coupe de France mit klaren Kanten
Der dritte Pokal-ZAT war ein Taktstock:
Gruppe 1: Guingamp marschiert mit zwei wuchtigen Siegen (4:1 bei Lille, 4:0 gegen Bastia) auf 6 Punkte, dahinter Bastia und Lens mit je 3, Lille noch bei 0. Deutlicher kann ein Auftakt nicht zeichnen: Wer früh hoch schießt, muss sein TK noch geschickter dosieren.
Gruppe 2: Lyon dominiert (3:1 in Paris, 3:1 gegen Rennes) und führt mit 6 Punkten. Rennes und Valenciennes dahinter (je 3), PSG noch ohne Zähler – ein Start, der den Ligagiganten zwickt. Die Rückspiele kommen schnell; wer Bonus und Halbfinal-Ticket will, muss jetzt treffsicher, aber sparsam bleiben.
Die Liga hat einen neuen alten Taktgeber – Valenciennes – und einen alten Verfolger, der wieder Zähne zeigt – Bastia. Rennes bekommt die Reifeprüfung, Lille bestätigt sich, Paris ringt mit der Konstanz, Lens lebt, Monaco und Auxerre warten weiterhin auf Führung. Am kommenden Sonntag lädt der 5. ZAT zum nächsten Stresstest: Rennes gegen Lille riecht nach Stahlbad, Kaysersberg gegen Bastia nach Charakterprüfung, Paris gegen ASSE nach Richtungsentscheidung. Und vorn? Valenciennes muss die Höhe gegen Lyon und Rennes auch im Pokal ertragen. Frankreichs Woche 4 hat die Schrauben angezogen und Woche 5 entscheidet, wer das Werkzeug sauber in der Hand hält.
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Rennes übernimmt, Bastia marschiert – und der Spielplan bekommt seine Ordnung
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SamiNo für Frankreich am 27.10.2025, 00:12 |
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Der dritte ZAT der Ligue 1 ist gespielt und alle Trainer standen an der Linie. Nur bei AJ Auxerre und AS Monaco blieb es beim Schweigen auf der Kommandobrücke. In der Meisterschaft stiegen neue Taktgeber auf, der Titelverteidiger fand seinen Tritt und in der Coupe de France ist die Qualiphase Geschichte. Ab kommender Woche greift das komplette Feld in den Pokal ein. Frankreich liebt diese Taktwechsel und dieser Sonntag war ein orchestrierter Paukenschlag.
Sportlich setzte Stade Rennais das dickste Ausrufezeichen. Ein 4:0 gegen Spitzenreiter Valenciennes, später ein 3:2 gegen Auxerre und ein 4:0 gegen Lyon. Einzig das 0:1 in Guingamp trübte den Lauf. Unterm Strich: Tabellenführung mit 24 Punkten, 33:17 Tore und das Gefühl, im eigenen Stadion wieder den Taktstock zu halten.
Dahinter zieht S. Réunis Kaysersberg stiller, aber hartnäckig seine Linie: 4:2 gegen Monaco, 0:5 bei VAFC und dann zweimal 4:0 (gegen Guingamp) und 4:1 (gegen Auxerre). Neun Zähler, Rang zwei, ein Team, das im letzten Drittel des Feldes mutig bleibt und im Pressing die Reife gefunden hat.
Die dritte Kraft dieser Woche heißt AS Saint-Étienne. Niederlage auf Korsika (0:1), danach dreimal Feuer: 4:0 gegen Lille, 4:0 gegen Lens, 4:3 gegen Monaco. Das ergibt 21 Punkte, Platz drei und die Erkenntnis, dass der Schalter tatsächlich existiert, wenn die Grün-Weißen ihn konsequent umlegen.
OSC Lille lebte die Volatilität der Vorwochen, nur diesmal mit klarer Rendite: 4:0 gegen Lens, 0:4 in Saint-Étienne, dann 4:0 gegen Monaco und 4:0 gegen Valenciennes. Drei Siege, eine Delle, Platz vier. Terrormopp schrieb jüngst von „turbulenten Tagen“ und man darf ergänzen: mit neuer Bodenhaftung im Gegenpressing.
Und der Meister? SC Bastia gewann alle vier: 1:0 gegen ASSE, 4:1 in Monaco, 3:2 gegen Valenciennes, 3:0 gegen Guingamp. Zwölf Punkte am Stück, Rang fünf. Die Korsen drehen das Gewicht wieder in ihre Richtung. Paris Saint-Germain holte parallel neun Zähler (3:0 gegen EAG, 0:1 bei Auxerre, 3:0 gegen Lyon, 4:3 in Lens) und klettert auf 21 Punkte. Für Valenciennes war es dagegen der ZAT der Warnlampen: Nach dem furiosen 5:0 gegen Kaysersberg folgten Niederlagen in Bastia und Lille. Die Spitze ist weg, die Messlatte bleibt.
Lens, inzwischen wieder mit Matthias fest am Rand, gewann stark gegen Lyon, verlor klar in Lille und Saint-Étienne und stolperte in einem wilden 3:4 gegen PSG. Lyon selbst: 4:2 gegen Auxerre, danach dreimal zu null geschlagen. Das ist mehr als nur Ergebnispech, das ist ein kleiner Systembruch. Monaco mit vier Niederlagen in vier Spielen zeigt, wie schmerzhaft Führungslosigkeit sein kann. Auxerre holte zumindest den Heimsieg gegen PSG, doch die Basis bleibt brüchig.
Trainerstimmen & Klartext
Ben hat seinen Abschied aus Kaysersberg zum Saisonende angekündigt und die Mannschaft antwortete auf dem Feld. Es wirkt, als würde der Klub die letzten Kapitel nicht vertrödeln, sondern aufschlagen.
Stefan Raab ordnete Rennes’ Start als „besser, aber jung“ ein. Die Tabelle konterte prompt mit der Spitze.
Und Terrormopp? Die Frage zum fehlerhaften Spielplan ist berechtigt. Hier der offizielle Stand aus der Ligaleitung: Die Paarungen waren intern bereits final, die Ansetzungszeitpunkte jedoch noch nicht für alle Runden bestätigt. In diesem Zwischenstand hat das Portal automatisiert eine veraltete Version ausgespielt. Das ist inzwischen korrigiert; der korrekte Spielplan ist live.
Hinweis für alle: Auf den Vereinsseiten lässt sich der Plan aktuell nicht vollständig darstellen. Die ungerade Anzahl an ZATs triggert einen bekannten (?) Torrausch-Portal-Bug. Den kompletten Spielplan mit allen 44 Spieltagen seht ihr zuverlässig auf der Ligaseite unter „Spielplan“. Danke für den Fingerzeig und weiter im Takt.
Coupe de France: Quali durch, Gruppen startklar
Die Vierer-Qualigruppe hat geliefert: EA Guingamp schließt mit 10 Punkten vor Stade Rennais (9) und AS Saint-Étienne (9), Kaysersberg (7) folgt dahinter. Jetzt beginnt die Gruppenphase – zwei Gruppen, je vier Teams, Platz 1 und 2 ziehen ins Halbfinale ein.
Wichtig für alle Taktiker: Das TK ist auf 16 gesetzt, Heimtore kosten 0,8, Auswärtstore 1,0. Und das TK muss bis zum Finale reichen, im Halbfinale wird nicht aufgefüllt. Gruppensieger erhalten einen Bonus von 0,8 TK.
Der Auftakt beginnt kommende Woche; wer zu früh verbrennt, fehlt zum Ende die Kohle.
Europa – Zwischenstand mit Kanten
Die Königsklasse verabschiedet unsere Vertreter schmerzhaft: PSG und Bastia beenden ihre Gruppen als Letzte und fallen in die Europa League. Die Konsequenz: Dort wird es französisch laut. Valenciennes qualifiziert sich als Gruppensieger, Lille und Lens als Zweite: gute Startblöcke für die zweite Gruppenphase. In der Conference League blieb Lyon als Gruppensieger stabil, Auxerre und Rennes stürzten heraus. Die Mahnung bleibt: Wer im Herbst patzt, rennt im Dezember hinter Körben und Koeffizienten her.
Ausblick
Der 4. ZAT bringt die nächsten Prüfsteine: Paris – Rennes als Momentaufnahme der Spitze; Valenciennes – Saint-Étienne als Robustheitstest; Bastia – Lyon mit dem Fragezeichen, ob die Korsen den Punch konservieren; Lille – Guingamp als Duell der Kaderbreite; Kaysersberg – PSG mitten im Spannungsfeld; dazu ein Trainerduell-Gipfelchen in Lens – Rennes und die großen Linien Monaco – VAFC, Bastia – Rennes später am Abend. Parallel startet die Pokal-Gruppenphase – wer dort clever mit TK haushaltet, spart sich im Halbfinale das Zittern.
Frankreichs Saison hat ihren Puls gefunden. Jetzt geht es um Dosierung: clever rotieren, im Pokal zählen, in Europa nachlegen und am Sonntag pünktlich liefern. Der Rest ist Rasen.
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Bitte pünktlich nähen
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SamiNo für Frankreich am 20.10.2025, 09:52 |
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Der zweite ZAT hat die Orientierungsläufe der Auftaktwoche in einen echten Sprint verwandelt. Die Tabelle zog sich in die Länge, die Nerven in die Breite. Matthias kehrte nach seinem Aussetzer zurück an die Bank von RC Lens, während AS Monaco und AJ Auxerre weiterhin trainerlos durchs Dickicht marschieren. Parallel hob der Coupe de France an... noch ein Takt, noch ein Taktiktest. Und über allem die Frage: Wer kann das Tempo halten, wenn die Liga in Wellen schlägt?
Ligue 1: Die Kunst des Gleichlaufs
Oben macht Valenciennes die Klammer um diesen ZAT: 2:1 bei Guingamp, 3:1 gegen Auxerre, eine scharfe 2:3-Korrektur in Lyon, dann das 3:0 gegen Paris: neun Punkte, Platz eins, und vor allem das Gefühl, in engen Spielen die Uhr stellen zu können. Hinter VAFC schiebt sich Stade Rennais auf Rang zwei; das 4:0 gegen den Meister war ein Paukenschlag, der 0:5-Rückprall in Lille die kalte Dusche, ehe ein 4:2 gegen ASSE und das 4:3 in Monaco die Tonspur wieder geradezogen. Rennes ist maximal laut, die Kunst jedoch wird sein, den Bass zu halten, wenn die Höhen nicht sitzen.
Der ZAT der Schwankungen gehört Guingamp (jetzt Dritter): 1:2 gegen VAFC, 3:3 in Lens, 3:2 in Auxerre, 4:0 gegen Lyon. Erst stolpern, dann stapfen. S. Réunis Kaysersberg bleibt ein Pendel auf Speed: 4:3 gegen Lens, 0:3 in Bastia, 4:0 gegen Lille, 0:3 in Saint-Étienne – Ergebnisberg und Ergebnistal in vier Akten, trotzdem Rang vier. Monaco hält sich als Coach-loser Aufsteiger wacker (Sieg in Auxerre, Sieg gegen Lyon, klare Niederlagen in Paris und gegen Rennes) und bleibt im Europakreis.
Lyon wirkt zweigeteilt: Ehre, wem Ehre gebührt für das 3:2 gegen Valenciennes; aber 0:1 in Monaco und 0:4 in Guingamp zeigen, wie dünn die Decke ist, wenn der Motor kalt bleibt. Saint-Étienne teilt die Punkte in dicken Blöcken aus: 3:0 gegen Paris, 0:3 in Rennes, 3:0 gegen Kaysersberg ubd Paris taumelt zwischen Scheinwerfer und Schatten: 3:0 gegen Lille, 0:3 in Saint-Étienne, 3:0 gegen Monaco, 0:3 in Valenciennes... als hätte jemand einen Drei-Tore-Schalter installiert.
Lille tanzt mit Stollen auf Glas: eine schmerzhafte 0:3-Erinnerung in Paris, ein brutales 5:0 gegen Rennes, dann ein 0:4 in Kaysersberg und zum Schluss ein 5:0 gegen Bastia. T
errormopp kündigte „turbulente Tage“ an, geliefert wurde eine Achterbahn mit TÜV-Siegel. Der Seitenhieb gegen den „Dorfverein“ Kaysersberg blieb ohne Effekt: Wer „Dorf“ sagt und vier Stück kassiert, sollte zumindest beim nächsten Mal die Heugabeln am zweiten Pfosten verteidigen. Stiche setzen? Gern. Aber bitte pünktlich nähen.
Der Meister stolperte: 0:4 in Rennes, 3:0 gegen Kaysersberg, 2:3 gegen das wieder erschienene Lens, 0:5 in Lille. Ungewohnte Schlagseite, Rang zehn. Claudino kennt die langen Saisons; aber wer Titel verteidigen will, darf sich die Vollbremsungen nicht stapeln.
Der RC Lens wiederum wirkt wie frisch entstaubt: 3:4 in Kaysersberg, 3:3 gegen Guingamp, 3:2 in Bastia, 3:1 gegen Auxerre: sieben ZAT-Punkte und endlich wieder Fuß auf Rasen statt nur Schatten auf Spielbericht.
Auxerre bleibt ohne Dirigent in der Abwärtsspirale: vier Spiele, vier Niederlagen, drei Tore – der Kader blitzt, doch das Licht bleibt aus.
CdF startet
Im Coupe de France hat Gruppe 1 sofort Pfeffer gefressen: ASSE führt nach drei Spieltagen, Kaysersberg und Guingamp lauern punktgleich, Rennes hat trotz eines 5:0 zum Abschluss Druck im Nacken. Der zweite ZAT bringt die Rückspiele praktisch im Sprint; wer Defensive und Dosierung verwechselt, fällt aus dem Takt.
Europa, die Wunde
Champions League: Paris und Bastia jeweils bei 6 Punkten nach vier Runden, also nominell im Rennen. Aber die Art und Weise knirscht: 1:5 in Kerkrade, 0:4 in Eupen...
Europa League: Lens hat die NRM-Delle im Rückspiegel, aber 7 Punkte aus sechs Spielen sind in dieser Gruppe eher Notiz als Nachricht. Lille kommt mit 9 Zählern ins zweite Drittel – ordentlich, doch wer zweimal 0:5 in der Ligue 1 erlebt, sollte die europäische Restverteidigung doppelt zählen.
Conference League: Rennes liefert ein zackiges 5:0, Lyon führt seine Gruppe und darf sich dafür auf die Schulter klopfen. Auxerre, ohne Trainer, gewinnt wenigstens einmal – aber insgesamt ist das französische Auslandsexamen nach wie vor „durchschnittlich bis ungenügend“.
Die neue Tabelle erzählt vom Zugpferd Valenciennes, vom aufheulenden Rennes, von einer breiten Verfolgerlinie und einem Meister, der sich schütteln muss. Matthias' Rückkehr macht Lens sofort lebendiger, Monaco trotzt der Chef-Lücke, Auxerre taumelt weiter. Der kommende ZAT hat Biss: Rennes gegen Valenciennes ist die Wahrheit in Großaufnahme; Bastia gegen ASSE ist ein Charaktertest; Lille gegen Lens riecht nach Kohle, Stahl und Stollen; Paris gegen Guingamp nach Erkenntnisgewinn; Kaysersberg gegen Monaco nach Ringen um Reife. Frankreich hat Fahrt aufgenommen. Jetzt braucht es Konstanz – auf heimischem Rasen und in Europa. Wer reden will, soll schreiben; wer Titel will, soll liefern.
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Fanfaren und fauler Ton
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SamiNo für Frankreich am 12.10.2025, 20:27 |
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Die Ligue 1 hat den Vorhang gelüftet und schon nach vier Spieltagen ist klar: Das Tempo stimmt, die Dramaturgie auch... Nur nicht überall die Disziplin. Der erste ZAT brachte spürbar neue Energie, zwei trainerlose Schwergewichte, einen alten Meister mit klarer Ansage, einen Lautsprecher aus Lille und leider auch ein Déjà-vu aus Lens. Frankreich liebt seine Geschichten und diese hier beginnt mit Pfeifen, Applaus und einem vernehmlichen Raunen.
Sportlich sortierte sich das Feld erstaunlich schnell: Valenciennes (7 Punkte, 7:3 Tore) schiebt sich an die Ligaspitze. Der 4:0-Auftaktsieg gegen Lille war eine Visitenkarte mit Gravur, das 3:0 gegen Monaco ein taktisches Statement. Dazwischen stand die 0:3-Antwort von Saint-Étienne, die zeigt: Diese Tabelle ist jung, aber nicht naiv. Gleichauf mit VAFC liegt Lyon (7 Punkte). Ein 2:1 gegen Rennes, ein 1:0 gegen Bastia, ein wilder 2:3-Ritt in Lille: fubinis Team spielt früh mit offenem Visier und lässt erkennen, warum es in Europa gern den Dirigentenstab schwingt.
Auffällig stark der Aufsteiger AS Monaco (7 Punkte), obwohl trainerlos: 3:0 gegen Saint-Étienne , 1:0 gegen Guingamp – dazwischen die klare 0:3-Lehrstunde bei Valenciennes. Das ist wenig Glamour, viel Ordnung. S. Réunis Kaysersberg (ebenfalls 7 Punkte) startete frech: 4:2 in Auxerre , 2:2 gegen Lyon, 2:1 gegen Rennes und zwischendurch die 0:3-Kante in Paris. Dass das Elsass oben mitläuft, ist kein Zufall, sondern Geometrie: kurze Wege, klare Pässe, gute Standards.
Rennes (6 Punkte, 10:4 Tore) liefert Extreme: ein 4:0 gegen PSG, ein 4:0 gegen das nicht antretende Lens, davor das 1:2 in Lyon, danach das 1:2 bei Kaysersberg. Stefan Raab hat den Lautstärkeregler gefunden und jetzt braucht es die richtige Frequenz. Bastia (6 Punkte) bekam zum Start ein 0:1 in Guingamp serviert, antwortete 2:1 in großer Reife gegen Auxerre, verlor 0:1 in Lyon und setzte zum Schluss ein 4:0-Ausrufezeichen gegen PSG. Claudinos Frage „Der beste SCB, den es je gab?“ ist nach diesem ZAT mindestens legitim. Die Korsen haben schon wieder diesen Blick, der Spiele entscheidet, bevor sie beginnen.
PSG (6 Punkte) hüpft zwischen Schaulaufen und Stolpern: ein vermutlich kampfloser 3:0-Sieg gegen das fehlende Lens, 0:4 in Rennes, 3:0 gegen Kaysersberg, 0:4 in Bastia – El Pablo wird die Balance zwischen mutigem Anlaufen und Restverteidigung neu kalibrieren müssen. Guingamp (6 Punkte) siegt schmal, aber zielgenau: 1:0 gegen Bastia, 1:0 gegen ASSE. Zwei Niederlagen später bleibt zumindest das Fundament. Saint-Étienne (6 Punkte) wirkt nach der Monaco-Ohrfeige schnell gereizt und genau das tat gut: 3:0 gegen Valenciennes, 3:0 gegen Auxerre.
Lille (6 Punkte) lebt bereits die ganze Bandbreite der Doggen: 0:4 in Valenciennes, 1:0 gegen Guingamp, 0:2 in Auxerre, 3:2 gegen Lyon. Terrormopp wollte „erstmal nicht absteigen“ und nach Woche eins ist das Ziel weder zu klein noch zu groß. Auxerre (3 Punkte) bleibt ohne Chef an der Linie volatil: 2:4 gegen Kaysersberg, 1:2 in Bastia, 2:0 gegen Lille, 0:3 in Saint-Étienne. Qualität blitzt auf, aber ohne Taktstock wird aus Musik schnell Geräusch.
Und dann RC Lens. Matthias tritt nicht an... wieder. Wie am letzten ZAT der Vorsaison, als der Klub zwischen Titelkampf und Pokalfinale die Uhr vergaß, blieb die Mannschaft diesmal gleich mehrfach allein im Tunnel stehen. Ergebnis: null geschossene Tore, zwei Zähler aus Standbildern und jede Menge Kopfschütteln. In einer Liga, die 44 Spieltage lang ihre Widerstandskraft feiert, ist das der falsche Ton. Wer mitspielen will, muss erscheinen. Punkt.
Terrormopp schrieb vor dem Start von einem „motivierten Ligaleiter“ und nannte ihn, halb spöttisch, „Mini-Napoleon“. Netter Versuch. Die neue Taktung sorgt vor allem dafür, dass Spiele rechtzeitig angepfiffen werden und Punkte auf dem Rasen entschieden werden... nicht im Leerlauf. Wer pünktlich ist, merkt das gar nicht. Wer nicht, bekommt es zu spüren.
Claudino dagegen blickte selbstbewusst, aber geerdet auf Bastias Double-Saison und die historisch schwierige Titelverteidigung. Nach diesem 4:0 gegen Paris ist klar: Wenn Bastia einbricht, dann sicher nicht an Ehrfurcht.
In der Champions League steht Bastia nach 0:1 in Vaduz und 3:0 gegen Barry Town mit 3 Punkten ordentlich da: alles offen, alles eng. PSG mit demselben Konto (3:4 in Bukarest, 2:0 gegen Kilkenny) wirkt ähnlich stabil, aber noch nicht stabil genug.
Die Europa League ist gemischt und genau das ist das Problem. Valenciennes wirkt europäisch sogar noch entschlossener (4:0 gegen Lyngby, 0:1 bei Sligo, 4:0 gegen PAOK). Lille stolpert (0:5 bei Cracovia, 1:0 gegen Twente, 0:1 in Freiburg). Lens – erneut NRM – zieht die Stirn in Falten: Null Tore, ein Punkt, ein Imageschaden.
In der Conference League liefert Lyon vorbildlich (1:0 gegen Köln, 2:0 in Istanbul). Rennes gleicht die 1:4-Startniederlage in Barcelona mit einem 4:0 daheim aus – akzeptabel. Auxerre ohne Trainer kassiert zwei knappe Pleiten – nicht tragisch, aber in Summe fatal für die Fünfjahreswertung. Frankreich ist gerade erst auf Rang vier geklettert; wer mit Nichtantreten, halben Auftritten und schwachen Gruppenstarts hantiert, sägt genau an diesem Ast. Also, Messieurs: Europäische Abende sind kein Bonusprogramm, sondern Pflichtveranstaltungen.
Ein erster ZAT, der Lust macht: Ein Aufsteiger, der nicht wackelt; ein Meister, der wieder zubeißt; ein Valenciennes, das die Anzeigetafel beherrscht; ein Lyon, das zündet – und leider ein Lens, das zu oft im Off bleibt. Die Liga hat ihre Erzählung gefunden, Europa die Richtung vorgegeben. Jetzt braucht es Konsequenz: auflaufen, abliefern, auf dem Kontinent Punkte sammeln. Nächste Woche schauen wir wieder auf vier frische Akte und darauf, wer seine Worte in Taten übersetzt. Bis dahin gilt: Wer Stiche setzt, sollte pünktlich Nähen können.
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Saisonvorschau 2025-3: Frankreich atmet wieder Fußball
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SamiNo für Frankreich am 01.10.2025, 12:52 |
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Die Sommerhitze weicht, die Stadien öffnen ihre Pforten und Frankreich macht sich bereit für eine Saison, die mehr erinnert an einen epischen Roman als an ein nüchternes Tabellenwerk. 44 Spieltage, jeder gegen jeden gleich viermal, zwei Absteiger, dazu die Jagd auf Startplätze für Champions League, Europa League und Conference League: Die Bühne ist groß, die Rollen sind verteilt... vorerst. Offiziell sind wir noch vor dem ersten Anpfiff der Saison 2025-3; inoffiziell tragen die Schatten der Vorsaison und die Gerüchte aus dem Sommer bereits schwer. Frankreich schickt SC Bastia und Paris Saint-Germain in die Königsklasse, Lens, Lille und Valenciennes in die Europa League, während Auxerre, Lyon und Rennes die Conference League beleben. Und in der Fünfjahreswertung ist man zuletzt auf Rang vier geklettert. Ein Signal an den Kontinent: Rechnet mit uns.
Beginnen wir mit dem Titelträger: SC Bastia. Claudino, seit 2007 Insel-Konstante, hat in der vergangenen Spielzeit das Double geholt: Meisterschaft und Coupe de France. Zwölf große Trophäen zieren inzwischen seine Ära (5× Ligue 1, 5× Coupe de France, 2× Coupe de la Ligue), und die Erinnerung an den Champions-League-Triumph 2009-1 ist in Bastia keine Nostalgie, sondern Verpflichtung. In den letzten vier Spieltagen der Vorsaison spielte der Meister reif: Risiko dosiert, Rhythmus kontrolliert, genau die Mischung, die Titel verteidigt. Dass Claudino nun wieder europäisch auf großer Bühne tanzt, schraubt die Erwartungskurve auf der Insel noch höher.
Paris Saint-Germain mit El Pablo startet in die 13. gemeinsame Saison – erstaunlich, wie lange man in der Vergangenheit zwischen Mittelfeld und Hoffnung pendelte. Doch 2025-2 brachte Platz zwei und eine neue Ernsthaftigkeit. Auf der Zielgeraden gewann Paris die entscheidenden Zweikämpfe, während direkte Rivalen patzten. Wer die Pariser unterschätzt, hat die Lektionen des Frühjahrs nicht gesehen: weniger Glanz, mehr Substanz.
Valenciennes unter Bill1975 ist der Dauerbrenner im Nordosten. Seit 2012 in Personalunion, zehn Trophäen schwer (3× Coupe de France, 4× Coupe de la Ligue, 3× Ligue 1). Der letzte Ligatitel liegt allerdings 21 Saisons zurück. In Europa trug der Conference-League-Halbfinaleinzug den altbekannten Valenciennes-Stempel: strukturiert, hartnäckig, nie satt. Auf den finalen vier Runden der Vorsaison hielt man den Meterstab an sich selbst – nicht alles war brillant, aber entscheidend oft genügte ein funktionierender Plan.
RC Lens mit Matthias – seit 2016 – wirkt wie ein Labor für Stabilität und Mut. Acht Titel insgesamt, der letzte Ligethron stammt aus 2022-1, und 2025-1 holte Lens die Coupe de la Ligue. In der vergangenen Saison musste man Bastia und Paris den Vortritt lassen; das Finish wirkte schwer, die Energie leicht zerrissen. Und dennoch: Man tritt wieder mit internationaler Perspektive an. Ein Team, das im Herbst schnell Temperatur bekommt.
Apropos Ligapokal: AJ Auxerre gewann in der letzten Spielzeit den Coupe de la Ligue im Finale gegen Lens – ein Schlusspunkt, der zugleich ein Abschied war. Der langjährige Architekt SamiNo verabschiedet sich Richtung Eintracht Frankfurt; neun Titel seit 2020-2 und ein Champions-League-Finale stehen als Vermächtnis. Auxerre ist nun trainerlos – ein Schwergewicht ohne Dirigent. Der Kader hat Qualität, die Frage ist Timing: Wie schnell kommt Struktur in die Wochen ohne Kompass?
In Lille regiert Terrormopp seit 2021-3. Nicht nur erfolgreich (6× Coupe de France, 1× Coupe de la Ligue, 1× Ligue 1), sondern auch ein Trainer, den man nie im Standgas erwischt. Das Vorjahr blieb hinter den Erwartungen, in Europa spielte man lang und laut, im Inland hakte die Taktung. Zuletzt wurden Stimmen laut, Terrormopp schaue sich um. Ob Wunschdenken der Konkurrenz oder tatsächliches Flimmern am Horizont: Lille bleibt ein Klub, der jeden Wettbewerb ernst nimmt. Und niemand will den Doggen mit frisch gewetzter Klinge am zweiten Spieltag begegnen.
Bei Olympique Lyon hat fubini nach der Meisterkrönung in seiner zweiten Saison einen Kurs zwischen Neuanfang und Normalform gefunden. Zu viel Qualität für Mittelmaß, zu wenig Konstanz für das ganz große Wort, so die jüngste Diagnose. Diese Saison fordert ein Lyon, das wieder schneller entscheidet, öfter presst, früher führt.
AS Saint-Étienne unter pepe33 tritt in Saison fünf an. Nach dem Cup-Erfolg einst mit Paris FC blieb es in Saint-Étienne oft bei soliden Platzierungen. Die grüne Frage lautet: Rhythmus. Wenn der Coach seine NRMs in den Griff bekommt, kann ASSE mehr als nur Kulisse sein.
Stade Rennais und Stefan Raab – ebenfalls seit 2007 – sind ein Kapitel für Liebhaber der langen Linie. Ein Meistertitel 2024-1, dazu vier Ligapokale und drei Pokalsiege... die Historie schmeckt nach Arbeit und Ertrag. Rennes in Europa, das ist oft unprätentiös und wirkungsvoll: kein Feuilleton-Favorit, aber das Team, das am Donnerstagabend auswärts 1:0 gewinnt.
S. Réunis Kaysersberg mit Ben (seit 2023-1) hat Frankreichs Lernkurve angenommen: kein Titel bisher, beste Platzierung Rang fünf und doch wirkt der Klub wie ein Pendel, das Jahr für Jahr weiter ausschwingt. Wer nach einem Geheimtipp sucht, findet ihn nicht selten im Elsass.
EA Guingamp mit Alec Guiness entging knapp dem Fall in die Tiefe. Davor hat Guiness andernorts (Nantes) Trophäen gesammelt; hier gilt es, die Stille zu beenden und wieder Schlagzeilen zu schreiben, die nicht „Abstiegskampf“ lauten.
Neu im Oberhaus: AS Monaco. Geschichte, Glanz und die Erwartung, dass ein traditionsreicher Klub auch ohne festen Übungsleiter funktioniert... zumindest eine Weile. Der Aufstieg ist da, die Zukunft offen.FC Sochaux hingegen ist abgestiegen; die letzten vier Spieltage der Vorsaison fühlten sich wie ein sanftes Auslaufen an: zu wenig Biss, zu spät das Feuer.
Die nackten Erinnerungen an die Abschlusstabelle unterstreichen den Ton: Bastia vor PSG, Valenciennes, Lens, Lille, Auxerre. Dahinter ein dichtes Feld, in dem Nuancen über Europa entschieden. Und all das unter der besonderen Dramaturgie dieser Liga: vier Duelle pro Gegner, 44 Chancen, Fehler zu korrigieren oder sie zu vervielfachen.
Vorhang auf für 2025-3. Bastia startet als Champion und Taktgeber, PSG als geduldiger Jäger, Valenciennes und Lens als erfahrener Widerpart. Lille sucht den nächsten Tritt, Lyon die alte Schärfe, Auxerre den neuen Kompass. Monaco bringt Geschichte, Guingamp eine Wette, Rennes die Gewohnheit, Kaysersberg den Plan. Zwei werden fallen, viele werden träumen. Und wir begleiten das Spektakel hier Woche für Woche - rückblickend auf die jeweils letzten vier Spieltage, mit Blick für das große Ganze. Trainer, die ihre Sicht teilen möchten: Diese Kolumne hat immer Platz für Gegenreden, Innenansichten und Taktiktafeln. Frankreich ist bereit. Seid ihr es auch?
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SamiNo für Frankreich am 01.10.2025, 12:52 |
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